Space Tech Group Austria

Verein für Weltraumforschung

News: Satellit-Pegasus: Langmuir-Probes aktiv, Science Unit in Phase 3

Über uns

STG-A ist ein Verein der sich der wissenschaftliche Erforschung, Entwicklung und Bau von Technologien zur Durchführung von Weltraumaktivitäten und Atmosphärenforschung verschrieben hat. Es steht auch die wissenschaftliche Fortbildung der Mitglieder im Focus. Die Gründungs Mitglieder bringen große Erfahrung auf dem Gebiet der Datenübertragung unter schwierigen Bedingungen sowie der Programmierung eingebetteter Systeme (embedded systems) mit. STG-A wurde speziell für das Projekt PEGASUS gegründet, es sind aber bereits weitere Projekte geplant und der Verein ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.


Vorstand


Michael Taraba, Obmann

Michael

studierte Technische Physik an der Technischen Universität Wien und ist nun an der Fakultät für Physik der Universität Wien als Messtechniker und EDV Verantwortlicher tätig. Seit 2008 ist er lizensierter CEPT 1 Funkamateur mit Erfahrung in Reichweitenkommunikation unter schwierigen Bedingungen in der Stratosphäre. 2011 war er Mitarbeiter und Vortragender im Physics Space Science Department der ISU (International Space University). Beim Österreichischen Weltraum Forum war er Projektleiter des Stratosphären Ballon Projekts. Beim österreichischen Satellitenprojekt PEGASUS ist er Teamleiter mit Fachgebiet Hardwareentwicklung und Kommunikation. Im Zuge dieses Projekts ist er Gründungsmitglied von STG.

Thomas Turetschek, Obmann-Stv

studierte Kommunikationstechnik und Consumer Electronics am Technikum Wien. Seit 16 Jahren arbeitet er bei Motorola mit Schwerpunkt auf GSM und Tetra-Funk Netzwerke. Als Mitglied des Stratosphären Ballon Team des Österreichischen Weltraum Forums entwickelte er STACIE als Kommunikationseinheit und Flight Computer des Sherpa Projekts. Er ist lizensierter CEPT 1 Funkamateur und beim Projekt PEGASUS als Systemarchitekt tätig.

Harald Fauland, Schriftführer

Elektroniker, mit Fachgebiet Nachrichtentechnik und Automatisierungstechnik. Seit 1994 in der Privatwirtschaft als Techniker, Informatiker tätig mit Schwerpunkt SAP Consultant: Basis Administration, SCM, QM, Programmierung und Projektleiter. Seit 2009 ist er lizensierter CEPT 1 Funkamateur, OE9HFV. Als Mitglied des Österreichischen Weltraumforums ist er Teammitglied des Stratosphären Ballon Projekts und verantwortlich für Backup Kommunikation und Recovery. Bei PEGASUS ist seine Hauptaufgabe das Datenmanagement und Betrieb einer Bodenstation in Vorarlberg.

Thomas Dorn, Kassier

Softwareentwickler spezialisiert für hoch verfügbare Systeme im Bereich Sicherheit. Konzept, Entwicklung und Inbetriebnahme der Siemens/ÖBB Eisenbahnsteuerung für die Fahrdienstleitung. ISO Zertifizierung für System/Software/Entwicklung/Validierung von Pharmalab (Pharmaziebereich, Security Class 3). Zur Verfügung Stellung hoch verfügbarer Server im Rechenzentrum InterXion (ISO Zertifizierung verfügbar). Im Projekt PEGASUS ist seine Hauptaufgabe die Validierung und Entwicklung diversitärer (ausfallsicherer) Software für den Satelliten und die Bodenstation.

Ground Segment


Im Moment betreibt STG-A eine Bodenstation in Langenlebarn, Niederösterreich, die für 70cm, der Kommunikationsfrequenz von Pegasus, ausgerüstet wurde. Darüber hinaus betreibt Harald Fauland eine Bodenstation in Mäder, Vorarlberg, für 2m und 70cm. Eine weitere Bodenstation wurde in WR. Neustadt, Niederösterreich, ebenfalls für 2m und 70cm errichtet.

Alle drei Bodenstationen sind in einem Bodenstationsnetzwerk zusammengefasst und hängen über ein geschütztes Netzwerk am Space Data Center in Wien, wo alle empfangenen Daten zusammengefasst, gespeichert und ausgewertet werden. Über Internet können die Clients des Mission Control Center auf die Daten zugreifen. Müssen Kommandos oder Daten zum Satelliten gesendet werden, sucht sich das Space Data Center die Bodenstation, die den nächsten Kontakt mit dem Satelliten haben wird, und sendet von dort die Daten zum Satelliten.

Das Space Data Center, genauso wie die Bodenstationen, weiß zu jeder Zeit wo sich der Satellit befindet und wann das nächste Kommunikationsfenster auftreten wird. Für andere Satellitenfrequenzen lassen sich die Bodenstationen umrüsten. Somit ist in Österreich, mit den Bodenstationen, dem Bodenstationsnetzwerk und dem Space Data Center eine sehr gute Empfangsmöglichkeit für Satelliten gegeben.

GS Schema

Bodenstationen:

GS Langenlebarn

Niederösterreich, Antennen System 70cm, 2 X-Quad

GS Vorarlberg

Antennen System 70cm and 2m, X-Quad, Polarization umschaltbar

Projekte


Pegasus Logo

Pegasus


Der Satellit PEGASUS , der österreichische Beitrag zum QB50-Projekts (www.QB50.eu) ist das Gründungsprojekt von STG. Für Pegasus entwickelte und implementierte STG die Kommunikationseinheit des Satelliten inklusive eines Systems zur Pufferung von Spitzenströmen, einer Bodenstation, eines Bodenstationsnetzwerks und des Missionskontrollzentrums.

Der selbst entwickelte Space Data Server erlaubt nicht nur die Speicherung der aus dem gesamten Bodenstationsnetzwerk gewonnenen Daten, sondern auch deren Weiterverarbeitung, Interpretation und Darstellung. Die Koordination der Programmierung des Bordcomputers sowie Teile der Programmierung selbst wurden ebenfalls vom STG-A durchgeführt.

Am 23.06.17 um 05:59h hob der indische PSLV Launcher 38 von Indien ab. Mit an Bord war der erste österreichische Satellit, der unter dem österreichischen Weltraumgesetz abgehandet wurde. Kurze Zeit später erfolgte das Deployment des Satelliten. Um 09:06h konnte die erste Telemetrie von der STG Bodenstation in Langenlebarn, NÖ, empfangen und erfolgreich dekodiert werden.

Pegasus

Für PEGASUS entwickelten wir STACIE and TESSA:

STACIE Delta

Space Telemetry And Command Interface: STACIE Delta, 70cm Band, 1 Watt GFSK

TESSA

Top Energy Storage for Space Applications: Speicherung von Spitzenströmen

"Für Pegasus haben wir mit STACIE die Kommunikationseinheit völlig neuartig konzipiert und ein redundantes System geschaffen, das für diese Satellitengröße einzigartig ist. Warum sollen in kleinen Satelliten nicht auch hocheffiziente und ausfallssichere Systeme arbeiten wie in großen Satelliten, schließlich leisten Kleinsatelliten auch Ähnliches. Die Herausforderung in der Entwicklung bestand im geringen Platzangebot und der wenigen zur Verfügung stehenden Energie. Daher musste zusätzlich TESSA, ein System zur Speicherung von Spitzenströmen, gebaut werden“, so Michael Taraba von STG-A. Gemeinsam mit dem Space Data Center, welches die Weiterverarbeitung und Interpretation der gewonnenen Daten erlaubt, und dem Missionskontrollzentrum wurde ein Bodenstationsnetzwerk entwickelt und eine eigene Bodenstation von STG-A bereitgestellt.


Für die Koordination der einzelnen Systeme und der zahlreichen Arbeitsabläufe an Bord des CubeSat sorgt die Software des Bordcomputers. Die „Intelligenz“ des Satelliten wurde in einer Gemeinschaftsarbeit der drei Teams, unter der Leitung von STG-A, programmiert. Wie bei großen Satelliten ist die Software so angelegt, dass sie auch auf unvorhergesehene Situationen autonom reagieren kann. Sie steuert vollautomatisch die Navigation und Kommunikation des Kleinsatelliten, überwacht seine Funktionsfähigkeit und paketiert und übermittelt die Forschungsdaten an das Bodenstationsnetzwerk. Nach Empfang der Daten werden diese im Space Data Center automatisch dekodiert, gespeichert und ausgewertet. Die ausgewerteten Daten können sofort im Missionskontrollzentrum angezeigt werden. Diese zeitnahe Auswertung ist von großer Bedeutung, damit in der kurzen Zeit des Überflugs von PEGASUS darauf reagiert werden kann.


Poster: PEGASUS – An Austrian Nanosatellite for QB50

AU: Carsten Scharlemann, David Birschitzky, Harald Fuchs, Lionel Gury, Stefan Hauth, David Jelem, Franz Kerschbaum, Dominik Kohl, Christof Obertscheider, Roland Ottensamer, Thomas Riel, Bernhard Seifert, Richard Sypniewski, Michael Taraba, Robert Trausmuth, Thomas Turetschek
SO: Poster, European Geosciences Union, General Assembly 2015, Vienna, Austria, 12.–17. April 2015
PY: 2015
LA: English

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